Kundenbericht

Wie Dräger zu einer offenen, integrierten und Cloud-basierten PLM-Plattform wechselte

 Customer Story – Dräger
Größe
16.000+ Mitarbeiter
Industrie
Medizin

Herausforderungen

  • Die Geschäftsbereiche Medizin und Sicherheit verwendeten verschiedene Varianten von Agile e6 von Oracle
  • Der hohe Anpassungsgrad von Agile e6 machte das System anfällig und kostspielig im Hinblick auf Updates

Lösung

  • Umstellung auf eine einzige PLM-Plattform (Product Lifecycle Management) für beide Geschäftsbereiche mit Aras Innovator
  • Umstellung auf die Cloud für bessere Datenverwaltung, Skalierbarkeit und Sicherheit auf dem Weg zur digitalen Transformation

Ergebnisse

  • Senkung der IT-Kosten, da Dräger seine Infrastruktur nicht mehr warten und keine zwei Systeme betreiben muss
  • Digitalisierte dokumentenlastige Prozesse für schnellere und transparentere Abläufe
  • Hohe Anpassungsfähigkeit ohne zusätzliche Kosten, da Dräger mit dem Aras-Subscription Upgrades erhält

Seit Mitte der 1990er Jahre nutzen die Dräger-Geschäftsbereiche Medizin- und Sicherheitstechnik Agile e6 von Oracle für das Produktdatenmanagement – allerdings als zwei getrennte Instanzen. Im Zuge der digitalen Transformation migrierte Dräger seinen Betrieb auf Aras Innovator (und die Cloud), um mehr Sicherheit, bessere Skalierbarkeit, höhere Leistung und IT-Kosteneinsparungen zu gewährleisten.

„Im Bereich der Autorensysteme machen wir einen großen Schritt nach vorne, denn die Arbeitsbereiche der Endanwender laufen in der Cloud… Sobald der Konstruktionsmechaniker sein CAD-System startet, verbindet er sich über Citrix mit dem Cloud-Server. Es werden nur die CAD-Daten übertragen, was enorme Vorteile hinsichtlich der zu übermittelnden Datenmenge sowie der Datensicherheit und des Know-how-Schutzes mit sich bringt. Zudem entfällt die Notwendigkeit der Datenreplikation.”

Dr. Hanns Schulz-Mirbach, Head of Competence Center Product Lifecycle Management (IT) bei Dräger

Herausforderungen

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA wurde 1889 in Lübeck, Deutschland, gegründet und ist heute weltweit tätig. Dräger stellt medizinische und sicherheitstechnische Produkte wie Anästhesie- und Beatmungsgeräte für Krankenhäuser, industrielle Atemschutzmasken und Gasmesstechnik für Feuerwehr und Bergbau her.

Seit Mitte der 1990er Jahre nutzten die Dräger-Bereiche Medizin- und Sicherheitstechnik Agile e6 von Oracle für das Produktdatenmanagement – allerdings als zwei getrennte Instanzen mit unterschiedlichen Anbindungen und Autorensystemen. So arbeiteten die Konstruktionsmechaniker der Medizintechnik überwiegend mit dem CAD-System SolidWorks, während die Kollegen der Sicherheitstechnik mit PTC Creo arbeiteten. Darüber hinaus setzten beide Bereiche AutoCAD, Mentor Allegro, E-Plan ECAD-Systeme und verschiedene Software-Entwicklungstools ein. Dies führte zu einer Menge unnötiger Komplexität.

Während dieses Modell eine Zeit lang funktionierte, stellte Dräger zunehmend fest, dass Oracle seinen technischen Anforderungen nicht gerecht werden konnte. So stellte Dräger beispielsweise die Infrastruktur bereit, was zu erheblichen Kosten und Problemen bei der Anbindung ausländischer Standorte und der Datenreplikation führte. Außerdem war das Oracle e6-System nach jahrelangen Anpassungen so unflexibel geworden, dass Updates teuer und zeitaufwändig waren.

Das Unternehmen war sich der Notwendigkeit einer neuen Lösung für bessere Sicherheit, mühelose Skalierbarkeit, höhere Leistung und Einsparungen bei den IT-Kosten bewusst.

PLM-Anforderungen

Dräger entschied sich, eine einzige PLM-Plattform für beide Unternehmensbereiche zu verwenden. Skalierbarkeit und Anpassbarkeit waren für Dräger von entscheidender Bedeutung. Das Ziel war eine PLM-Plattform, die sich leicht mit anderen Anwendungen integrieren und für kundenspezifische Prozesse konfigurieren lässt, ohne dass teure Updates erforderlich sind. Dräger entschied sich außerdem für einen Wechsel in die Cloud, um eine bessere Kontrolle über die Datenspeicherung zu haben. Dies war für das Unternehmen unerlässlich, da es sicherheitsrelevante Produkte für den militärischen Bereich herstellt, bei denen die Produktdaten das jeweilige Land nicht verlassen dürfen.

  • Eine einheitliche PLM-Plattform, die sowohl die Anforderungen der Medizin- als auch der Sicherheitsabteilung erfüllt
  • Multi-CAx-kompatibel
  • Anpassbar, ohne zusätzliche Kosten oder lange Vorlaufzeiten
  • Kontrolle der Datenspeicherung, um länderspezifischen Vorschriften gerecht zu werden

Mit Aras Innovator zum Erfolg

Dräger entschied sich für Aras, um seine sich entwickelnden technologischen Anforderungen während der digitalen Transformation zu unterstützen. Ausschlaggebend waren die Fähigkeit von Aras Innovator, sich in andere Anwendungen zu integrieren, sowie die einfache Durchführung von Upgrades. Aras-Upgrades sind in den Kosten für Drägers Subscription enthalten und werden unabhängig vom Umfang der Anpassungen garantiert.

Die Migration zu Aras und in die Cloud erfolgte bei Dräger in mehreren Phasen. Zunächst stellte Dräger die bestehenden Funktionen seiner Oracle Agile e6-Plattform zur Verfügung.

Anschließend arbeitete das Unternehmen mit Aras zusammen, um die für die Zulassung medizintechnischer Produkte wichtigen Electronic Design History Files (EDHF) zu erstellen. Zuvor war dies ein papierbasierter Dokumentationsprozess, der nun in Aras Innovator ausgeführt und revisionssicher gespeichert werden kann.

Der EDHF-Prozess wurde nach nur sechs Monaten in Betrieb genommen, und die Anwender konnten in kürzester Zeit Datensätze für alle neuen Projekte in Aras Innovator anlegen. Die beschleunigte Arbeitsweise verschafft den Projektmanagern einen besseren Überblick über den Stand der Projekte und fehlende Leistungen. Dräger wird zudem Papierarchive scannen und auf die Plattform migrieren, um sicherzustellen, dass alle Dokumente elektronisch verfügbar sind.

Ergebnis: Ein einheitliches System für die Abteilungen Medizin und Sicherheit

Die Umstellung auf Aras hat zu einer deutlichen Senkung der IT-Kosten bei Dräger geführt. Das Unternehmen muss nicht mehr die Infrastruktur pflegen und zwei Systeme betreiben. Die Synchronisation der in der Medizin- und Sicherheitstechnik verwendeten Daten ist nun deutlich einfacher, da sich alle entwicklungsrelevanten Daten in einem System befinden. Dies war zuvor mit einem hohen Aufwand verbunden.